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Gestern war es kalt. Sehr kalt. Aber nicht so kalt wie vorgestern. Trotzdem schien die eisige Luft gestern auch endlich die Redaktionen der ARD und damit die Hirne der Programmplaner erreicht zu haben. Und so sendete man sich auf Kosten der Gebührenzahler um Kopf und Kragen.

Zugegeben, viel draußen war ich nicht. Ist einfach zu kalt. Aber trotzdem weiß ich, dass es kalt ist. Warum also zeigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen unzählige Sondersendungen zum Thema Temperaturen in Deutschland? Die erste Sondersendung, die mir ins Auge fiel, war das MDR Spezial um 19.50 Uhr. Ich schau eigentlich nie MDR, aber wie es so sein sollte, wollte meine Freundin genau gestern um 19.50 Uhr 'tierisch, tierisch' schauen, da es aus dem Tierheim Oelzschau bei Leipzig sein sollte. Unser Hund ist von dort und wir sind öfter mal auch nach wie vor in besagtem Tierheim.

Aber gut. Dann halt erst nächste Woche. Für uns war an dieser Stelle Schluss mit der Fernsehunterhaltung für diesen Tag, bei den Sendern der ARD ging es jetzt erst richtig los. Fast ein bisschen schade, dass ich das nicht selber erleben durfte, aber Stefan Niggemeier hat es im Fernsehblog der FAZ wunderbar zusammengefasst!

Bitte sehr: Die Winterkatastrophe der ARD

Und direkt ein Nachtrag hinterher:
Das ist jetzt nicht wahr! Der Brennpunkt der ARD war die meistgesehene Sendung des gestrigen Tages?! Wir schauen uns selbst beim frieren zu? Wir 'informieren' uns über das, was wir ohnehin schon wissen?! Wems gefällt...
Link zu DWDL.de: Spitzenquote für "ARD-Brennpunkt" zur Eiseskälte
Friert der ARD jetzt das Hirn ein?!

Friert der ARD jetzt das Hirn ein?!

Martin Stein
08.01.2009 11:39
 
über was reden die Leute wenn sie kurz small talk machen wollen oder auch sonst nicht viel zu sagen haben? genau - zuallerst übers wetter.

und da ich eigentlich auch gern jeden tag mit dem rad zur arbeit düsen will, möcht ich schon wissen obs blitzeis gibt oder nicht. aber ne sondersendung, oder gar gleich mehrere halte ich für übertrieben.
8
Jan
2009

14:43
Stefan
Webseite von Stefan
Zumal solch Einzelschicksale thematisiert wurden wie: Der Bäcker in Langewiesen (übrigens direkt der nächste Ort bei Ilmenau) konnte keine Brötchen backen, da die Gasleitungsventile zugefroren waren. Oder das Eis auf den Kanälen ist noch in einem erträglichen Rahmen. Es darf nur nicht kälter werden - wobei hier schon klar war, dass es nicht kälter wird. Aber so klingt es natürlich bedrohlicher.
8
Jan
2009

16:19
Martin
Webseite von Martin
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